Nashville/Tennessee

 

 

Der Beginn Nashvilles geht in das Jahr 1779 zurück. Am Cumberland River errichtete man als Siedlungsvorposten das Fort Nashborough. Als die Siedlungsgrenze, die “Frontier”, weiter nach Westen vorrückte, gründete sich um das Fort die Stadt Nashville.
  
Zuerst landwirtschaftlich geprägt, wuchs Nashville im 19. Jahrhundert zur Verwaltungs- und Bankenstadt. Ebenso ließen sich Druckereibetriebe nieder. Die “Printers Alley” in der Innenstadt war das Zentrum der Zeitungsverleger.
  
1843 stieg Nashville zur Hauptstadt des Bundesstaates Tennessee auf. Der Bahnhof “Union Station” war eine bedeutende Station der Bahnlinie von Cincinatti/Ohio nach Chattanooga/Tn. Die vom Glenn Miller-Orchester unsterblich gemachte Lokomotive “Chattanooga Choo Choo” machte seinerzeit regelmäßig in Nashville halt. Heute ist der Bahnhof ein nobles Hotel. Auf der Bahnlinie verkehren nur noch Güterzüge. Zwischenzeitlich hat sich in und um Nashville eine vielseitige Industrie angesiedelt. Besonders die Medienindustrie mit Schallplattenstudios und Musikverlagen sind hervorzuheben. Nashville/Tn ist nach Memphis/Tn die zweitgrößte Stadt Tennessees mit circa achthunderttausend Einwohnern.

  

  

Mit der “Grand Ole Opry” zum Musikzentrum
 

Die Grand Ole Opry (SEGMN, Eden Prairie, MN)

In den zwanziger Jahren siedelten sich in Nashville/Tn die ersten Rundfunksender an. Wie bereits geschildert, gehörten sie großen Firmen, um die ländliche Bevölkerung des amerikanischen Süd-ostens zu erreichen. Der Sender WSM etablierte mit der Sendung “Grand Ole Opry” die älteste Radiosendung der Welt. Ende der zwanziger Jahre wurde die Rundfunksendung öffentlich produziert. Zuerst produzierte man im eigenen Studio, dann kamen immer mehr Zuschauer. Die “Grand Ole Opry” wechselte mehrfach die Lokalität, bis man 1943 in das berühmte “Ryman Auditorium” einzog.

Dieses Backsteingebäude wurde zum Inbegriff der Country-Music. Benannt wurde das Haus nach Thomas Green Ryman, der es einst als Kirche erbauen ließ. 1974 zog die “Grand Ole Opry” in eine viereinhalbtausend Plätze fassende Konzerthalle um, die weit außerhalb des Stadtzentrums liegt. Für viele Fans ist und bleibt das “Ryman Auditorium” das einzig wahre “Opry”-Haus. Die größte Zeit hatte die “Opry” von 1940 bis 1970.

 

Das Ryman Auditorium    (CC by Daniel Schwen)
      Vergrößern   CC by Daniel Schwen

Kein Countrystar konnte es sich leisten nicht Mitglied der “Opry” zu sein. Viele Künstler mußten sogar ihre Tournee unterbrechen, um in den Shows aufzutreten. Wie nicht anders zu erwarten, siedelten die großen Plattenfirmen-Niederlassungen in Nashville an, um dort Countrymusic zu produzieren.
 

 

Music City live
 

Neben den allwöchentlichen “Opry”-Shows bietet Nashville/Tn noch mehr an Unterhaltung. Der Distrikt am unteren Broadway, das Viertel um das Ryman Auditorium, ist wieder neu belebt worden. Nach dem Umzug der “Opry” an den Stadtrand litt dieser Bereich unter dem Verfall. Dann, Anfang der Neunziger, begann man mit der Sanierung. So öffnete dort der riesige Countrydance-Club “Wildhorse Saloon” seine Pforten. Das Lokal schlug beim Publikum wie eine Bombe ein. Seitdem geht es dort wieder aufwärts.
 

Neben Countrymusic kann man am Broadway auch Jazz, Folk und Rockmusic erleben. Ein Besuch empfiehlt sich bei “Tootsie’s”. Das Lokal hatte seinen Zenith in den fünfziger und sechziger Jahren als die “Opry” noch im Ryman stattfand. Hier läßt sich das Flair des alten Nashville noch spüren. Auch der berühmte “Ernest Tubb Record Shop” ist einen Besuch wert. Wer hier seine CDs nicht findet, hat selbst Schuld. Für die Bluegrass-Freunde gibt es das “Station In” an der 12th Avenue South.

 

Und auf keinen Fall darf man die “Country Hall Of Fame And Museum” versäumen. Das Museum bietet unter anderem eine fast komplette Übersicht über Geschichte und Künstler der Countrymusic. Viele historische Instrumente, Bühnen-kleidung und der bekannte “Gold Cadillac” von Elvis Presley sind dort zu bestaunen.

 

Die Country Hall of Fame     (CC by Deirdre)
      Vergrößern   CC by Deirdre

 

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