Line Dance

 

 

Was ist Line Dance ?

 

Line Dancing ist eine eigenständige Tanzart. Wie der Name es schon sagt, wird in Linien neben und hintereinander getanzt. Es gibt festgelegte, sich wiederholende Figuren, die synchron von der Gruppe vorgeführt werden, also ähnlich einem Formationstanz.
  
Diese Art zu tanzen erfordert keinen Partner, die Gruppe ist der Partner. Hier gibt es eine eigene Terminologie und spezielle Schrittmuster. Die Schrittfolgen werden zu einer bestimmten Anzahl von Takten getanzt und wiederholen sich regelmäßig, häufig mit einem oder mehreren Richtungsänderungen.
 
Es gibt Tänze, die aus wenigen Figuren bestehen, bis hin zu Tänzen, die mehr als 100 Schrittfolgen haben. Line Dance ist für jede Altersstufe geeignet. Die Hauptsache ist, man hat Freude am Tanzen und hört gerne Country-Musik. Weltweit soll es wohl über 14.000 Tänze geben.
 
Wobei stetig jeden Tag neue dazu kommen. Getanzt wird auf Country und New Country Music, aber auch vor modernen Liedern macht der Line Dance nicht halt. So findet sich für jeden Musikgeschmack etwas.
 
Das spontane Mittanzen bei Veranstaltungen ist kein Problem, da die meisten Tänze für bestimmte Musikstücke choreographiert wurden. Die Tänze verbreiten sich sehr schnell und werden in vielen Gegenden in so genannten Workshops weitergegeben.

Beim Line Dance tanzt jeder solo. Niemand muß hier jemanden führen oder Angst haben dem Partner auf die Füße zu treten. Schrittfehler sind nicht so schlimm, man reiht sich einfach wieder ein und tanzt weiter. Es gibt mehrere Schwierigkeitsgrade beim erlernen eines Tanzes. Der Grad hängt von der Einschätzung des Choreographen ab.

 


 

 

 

Wie entstand Line Dance ?

 

Es gibt verschiedene Theorien über den Ursprung des Line Dancing. Viele nehmen an, daß es seine Wurzeln im Folkloretanz hat.

Als im 19. Jahrhundert die vielen europäischen Einwanderer nach Nordamerika kamen, brachten sie ihre verschiedenartigsten Volkstänze mit. Auf ihrer erschwerlichen Fahrt durch das unbekannte Land legten sie immer wieder Pausen ein, bei denen sie ihre Musik spielten und ihre Tänze tanzten. Die vielen verschiedenen Völker mit ihren unterschiedlichen Tänzen vermischten sich dann wahrscheinlich und entwickelten sich zum heutigen Round- sowie Square-Dancing.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Zeit der Cowboys. Ihre Arbeiten waren sehr hart, lebensgefährlich und schlecht bezahlt. Sie saßen stundenlang im Sattel um auf ihre Viehherden zu achten, sie zusammen zu halten oder auf Weideflächen zu treiben. Dabei waren sie der Natur schutzlos ausgeliefert.

Aber eines wollten alle Cowboys gemeinsam. Sie wollten in ihrer knappen Freizeit Erholung und Gesellschaft. So saßen sie am Lagerfeuer oder in ihren kargen Unterkünften beisammen, wo sie ihre Abende mit musizieren, singen und Geschichten erzählen verbrachten. Da Frauen "Mangelware" waren, tanzten am Anfang nur die Männer.

Traditionelle Tänze, welche sie sich immer wieder von den Einwanderern abschauten wurden dann von ihnen übernommen und ihrem Stil angepasst. Diese Tänze kennzeichnen sich durch einfache Schritte und das Country Flair, dass die Kultur jener Zeit widerspiegelt. Die Cowboys lockerten die Tänze, welche immer eine bestimmte Schrittkombination hatten, durch Showeinlagen, wie z.B. Drehungen auf.

 


 

 

Wie viele vermuten, entwickelte sich so der heutige Line Dance. Aber immer mehr sah man auch Cowgirls tanzen. So konnten sich demnach wahrscheinlich auch einige Partnertänze entwickeln, wie der Sweet Texas Shottish, Two Step, der Cowboy Cha Cha oder der Cotton Eyed Joe und viele mehr. Diese Art seine Freizeit zu verbringen, förderte die Gemeinschaft und den Line Dance.

Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde American Folk Dancing in den Schulen in das Fach für Leibeserziehung aufgenommen und gelehrt. Viele Jugendliche erlernten auf diese Art das Country Western Dancing. Die Popularität stieg und Line Dance wurde in vielen Bereichen gepflegt und weitergegeben. Es gibt noch heute in vielen amerikanischen Schulen das Tanzen als Pflichtprogramm im Unterricht.

In den 50er und 60er Jahre ging man wider verstärkt über in Linien und Reihen zu tanzen. Highlight war die Zeit der amerikanischen TV–Sendung „American Bandstand“, in der die neuesten Line Dance Tänze wöchentlich gezeigt wurden.

Der Film "Saturday Night Fever" löste 1978 eine neue Tanzwelle aus. 1980, als sich die Grenze zwischen Country und Pop zu vermischen begann, kam John Travolta mit dem Film "Urban Cowboy" heraus. Dieser löste neuerlich eine Lawine aus, diesmal mit der Mode, die Musik und die Tänze im Western Stil zu tanzen. Jetzt stiegen die Medien endlich richtig darauf ein und förderten diesen Trend immer weiter.

1993 gelang "Line Dancing" der weltweite Durchbruch mit dem Hit "Acky Breaky Heart". 2001 wurde der Country Line Dance endlich als offizielle Sportart anerkannt. Jetzt können Tänzer und Tanzgruppen gefördert werden.

Immer mehr Tanzveranstaltungen und Wettbewerbe belegen wie schnell sich der Line Dance auch hier in Deutschland entwickelt.
 

 

Top

 

           

 

 

 

Externer Link (öffnet ein neues Fenster)

 

Idee, Design und Inhalt: Bernard M. Hild © 2004-2016  Kontakt  ~  Impressum  ~  Home