Die Hillbilly-Music

 

 

Von der Hinterwäldlermusik zur respektablen Musikgattung

 

Die mit der Fiedel in den Smokey Mountains gespielte Musik blieb als Old-Time-Music in der Abgeschiedenheit der Berge. Das änderte sich erst, als mit dem Bau der Eisenbahn Fremde in die Gegend kamen. Die Bahnarbeiter fanden Gefallen an den dort entstandenen Liedern und Balladen. Die gut situierte Bevölkerung des Nordens hingegen tat die Musik der Landbevölkerung, die sie Hillbillies (Hinterwäldler) nannten als Hinterwäldlermusik ab und ignorierte sie.
  
Der Durchbruch kam 1922 mit dem Radio. Aufgrund der immer größeren Verbreitung von Liedern durch die Radiosendungen war man stets auf der Suche nach Neuem.
  

Da kam der Zufall zu Hilfe. In New York sprachen zwei Old-Time-Fiddler bei RCA-Records vor, um eine Schallplattenaufnahme machen zu dürfen. Um sie möglichst schnell los zu werden, ließ man die beiden einfach gewähren. Man nahm die Musik des Südostens immer noch nicht für voll. Um so größer war das Erstaunen, als sich die Schallplatten sehr gut verkauften.

 

Fiddlin’ John Carson war einer der ersten ländlichen Musiker der eine Schallplatte aufnahm.

Fiddlin' John Carson im Jahre 1924

Vergrößern CC by Wilbur Smith

  
Ralph Peer von Okeh-Records, einem amerikanischen Musiklabel, ist die weitere Förderung der Old-Time-Music zu verdanken. Er schickte Talentsucher aus. Es dauerte aber eine Weile, bis sich bei den Musikanten die Spreu vom Weizen trennte.

Im Büro von Ralph Peer saßen eines Tages vier Künstler aus Virginia und North Carolina. Der Chef der noch namenlose Truppe meinte: “Nennen Sie uns wie Sie möchten, wir sind nur einfache Hillbillies”.

 

Von dieser Stunde an hatte die Musik einen neuen Namen: Hillbilly-Music.

 

 

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